Was ist Geothermie?

Im deutschen Sprachgebrauch wird Geothermie in der Regel mit dem Begriff Erdwärme umschrieben.
Demzufolge bedeutet geothermische Energie die Energie die in Form von Wärme unterhalb der Oberfläche der festen
Erde gespeichert ist.
Diese geothermische Energie (Erdwärme) hat im Vergleich zu anderen erneuerbaren Energieträgern (z.B. Sonne) nachfolgend aufgeführte Vorteile:

- sie steht unabhängig von Tages- und Jahreszeit oder den herrschenden Klimabedingungen immer zur Verfügung
- man benötigt keine aufwändigen Transportsysteme da die Erdwärme vor Ort zu erschließen ist
- keine Co2-Emissions-Erzeugung durch Vermeidung eines konventionellen Verbrennungsprozesses
(nur eventuell für den Wärmepumpenantrieb).



Als Energiequellen der Erdwärme sind hauptsächlich die Sonneneinstrahlung, die Niederschläge, das Sickerwasser und
der geothermische Wärmefluss aus dem Erdinneren zu nennen. Im oberflächennahen Bereich wirken die Sonneneinstrahlung, die Niederschläge , das bewegte Grundwasser und die Leitfähigkeit der Gesteine.

Der geothermische Wärmestrom ist bis in Tiefen von über 20 Meter von jahreszeitlichen Temperaturschwankungen beeinflusst. Darunter sind die jahreszeitlichen Temperaturschwankungen nicht mehr entscheidend für den Wärmestrom.

Mit zunehmender Tiefe steigt auch die Temperatur. Diese Temperaturzunahme wird durch den geothermischen
Gradienten ausgedrückt. In der Bundesrepublik Deutschland liegt der Gradient bei ca. 3-4 Grad Celsius pro 100 Meter. Demzufolge liegt die Temperatur bei einer Tiefe von 100 Metern bei ca.11 Grad Celsius, bei einer Tiefe von 200 Metern beträgt die Temperatur ca. 15 Grad Celsius.

Dieses Temperaturniveau ist demzufolge für den Wärmebedarf nicht ausreichend. Daher wird der Einsatz einer Wärmepumpe notwendig (bei einer Temperatur von 70-90 Grad Celsius wäre eine direkte Nutzung ohne Wärmepumpe vorstellbar).

Wem diese Vorteile im Hinblick auf die Umwelt, die Geologie und auch der persönlichen Bewertung noch nicht
ausreichen, dem hat der Gesetzgeber noch einen finanziellen Aspekt in form eines Förderprogramms hinzugefügt.

Zusätzlich zu diesem Fördermittel gibt es noch regionale Fördertöpfe, die von bestimmten Städten und Gemeinden zur Verfügung gestellt werden.

Bezüglich dieser Fördermöglichkeiten setzen Sie sich bitte mit Ihrer Heizungsbaufirma in Verbindung.

Nun liegt es an Ihnen die Geothermie für sich zu entdecken!!

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